Umzug in die Neckarstraße 13
Seit längerem schon hatte sich der Vorstand um erweiterte Räumlichkeiten bemüht. Wir stoßen nicht nur überall an die Grenzen, sondern wir müssen auch gesetzliche Bestimmungen erfüllen, die ein Handeln erforderlich machen. Aber das wünschenswerte Zusammenspiel von Bürodienst, Nahrungsquelle und TextilShop an einem Ort ließ sich nirgendwo verwirklichen. Außerdem wären die Mieten nicht bezahlbar gewesen. Die Möglichkeit bot sich in der Neckarstraße 13, alles unter einen Hut zu bringen; endlich genügend Raum für alle Abteilungen zu haben und das alles auch ausreichend auf überschaubare Zeit. Außerdem ist die Lage der Neckarstraße – insbesondere für die Nahrungsmittelempfänger sehr positiv – einigermaßen verkehrsgünstig und doch den Augen der Öffentlichkeit entzogen.
Nochmals zu den entscheidenden Fragen:
Warum wollen wir umziehen?
Mit der Nahrungsquelle hat die Bürgerhilfe ein schwieriges Tätigkeitsfeld übernommen. Der Sortierdienst muss im Sommer in der Hitze und im Winter im zugigen Windfang die Sortierarbeit verrichten. Der Abholdienst weiß zu Saisonzeiten manchmal nicht mehr, wohin mit den vielen Lebensmitteln und der Ausgabedienst hat große Mühe, dass er die Übersicht behält.
Der TextilShop platzt im wahrsten Sinne des Wortes „aus allen Nähten“ und der Bürodienst muss Vertraulichkeit bewahren und die erhöhten Anforderungen des Datenschutzes erfüllen – bei einer Mitgliederzahl von nunmehr nahezu 2.400 Personen –, was unter den aktuellen Gegebenheiten nur schwer durchführbar ist.
Zu welchen Bedingungen bzw. welchem Aufwand?
Das Haus 13 ist keine Luxuseinrichtung, das wissen wir. Wenn wir einigermaßen so untergebracht sein wollen, wie in der Nummer 9, dann müssen wir viel Arbeit und Geld investieren.
Die Stadt wird die beiden Haushälften komplett voneinander trennen; im Erdgeschoss durch eine Mauer, im Obergeschoss durch eine Feuerbrandschutztür, die sich nur bei Brandgefahr von selbst öffnet.
Die Energien, also Heizung und Strom, werden ebenfalls komplett getrennt, sodass wir Einfluss auf den Verbrauch haben und so die Höhe selbst bestimmen können.
Die Räumlichkeiten werden von der Stadt mietfrei zur Verfügung gestellt, die Umlagen werden auf 5.000 EUR begrenzt. Der Mietvertrag läuft über 15 Jahre mit Verlängerung um jeweils zwei Jahre.
Auf unseren Wunsch sollen einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden, nach dem Motto, „wenn wir schon die Möglichkeit haben, die Räumlichkeiten nach vernünftigen Arbeitsabläufen zu gestalten, dann sollten wir das auch tun. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Das wird natürlich auch Geld kosten, und sei es auch nur das Material.
Unterstützung werden die Mitglieder Klaus Frischkorn als Projektleiter und Gunter Kern bei der Statik leisten. Auch haben sich schon etwa 20 weitere Mitglieder gemeldet, die bei der Renovierung helfen wollen. Weitere Anmeldungen nehmen wir gerne entgegen. (AHY)
Bericht von der Jahresmitgliederversammlung
am 08. Februar 2011
Der Vorsitzende Armin Heymann begrüßte die Versammlung und stellte die ordnungsgemäße Einberufung fest. Mit 125 anwesenden Mitgliedern war die Versammlung beschlussfähig. Die Tagesordnung wurde genehmigt, es gab keinen Antrag aus dem Mitgliederkreis. Im vergangenen Jahr sind 66 Mitglieder verstorben. Die Versammlung erhob sich und gedachte der Verstorbenen.
Bericht des Vorstandes
Für den Verein war 2010 ein erfolgreiches Jahr – der Verein hat 2.391 Mitglieder, damit sind 136 neue Mitglieder beigetreten. Der Schwerpunkt der Arbeit lag bei den Hilfsdiensten mit steigender Tendenz. Die Arbeit im Büro nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. Mit 42 % hat der Begleitdienst den größten Anteil, danach der Wunsch-Großelterndienst. Als Gesamtaufwand wurden mehr als 10.000 registrierte Stunden geleistet. Mit einem Überblick über die Aktivitäten der einzelnen Hilfsdienste, der geselligen und informativen Veranstaltungen schloss der Vereinsbericht ab. Die Leitung des Stammtisches ist z. Zt. Leider immer noch verwaist. Es wird ein/e Nachfolger/in für Erwin Henkel gesucht. Der Vorsitzende bedankte sich bei Monika Pauly, die aus dem Vorstand ausgeschieden ist.
Bericht des Kassierers
Der Kassierer Peter Gutberlet gab einen ausführlichen Bericht über die Finanzen der Bürgerhilfe. Das Jahr 2010 schloss zwar mit einem Verlust, sieht aber Rückstellungen und Rücklagen für die Unterhaltung des Vereinsfahrzeuges, für den Umzug und für andere nötige Anschaffungen vor. Er sprach erneut das Problem der „Barzahler“ an, die der Verwaltung unnötig viel Arbeit verursachen und bat um Erteilung einer Einzugsermächtigung.
Bericht der Kassenprüfer
Der Kassenprüfer Alfred Hofmann berichtete, dass die Kasse von ihm und Wilfried Siegmund am 31. Januar 2011 geprüft und die umfangreichen Unterlagen durchgesehen wurden. Die Kassenprüfer kamen zu dem Ergebnis, dass die Kasse sauber geführt und alle Einnahmen und Ausgaben belegt wurden.
Antrag auf Entlastung
Die Kassenprüfer stellten den Antrag, den Kassierer und den Vorstand zu entlasten. Die Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig vorgenommen.
Wahl eines neuen Kassenprüfers
Laut Satzung gibt es drei Kassenprüfer, von denen einer jedes dritte Jahr neu zu wählen ist. Der Vorstand schlug Joachim Rackow als neuen Kassenprüfer vor. Die Versammlung stimmte dem einstimmig zu. Joachim Rackow nahm die Wahl an.
Umzug in die Neckarstraße 13

Der Vorsitzende erläuterte die Notwendigkeit und die neuen Räumlichkeiten in der Neckarstraße 13. Nach einigen Diskussionsbeiträgen stimmte die Versammlung dem Umzug einstimmig zu.
Brunhilde Marhauser