Das Vereinsleben der Bürgerhilfe Maintal
„Alle Jahre wieder“ – besinnliche Adventsfeier der Bürgerhilfe
Am 7. Dezember 2010 war es wieder so weit!
Ab 14.00 Uhr füllte sich der große Saal des Evangelischen Gemeindezentrums in Dörnigheim nach und nach mit über 200 festlich gestimmten, erwartungsfrohen Gästen.
Wie immer fanden sie den Saal weihnachtlich geschmückt vor, was der ausgezeichneten Organisation durch Leonie Rinn und Damen des Büroteams zu danken war und der vorweihnachtlichen Freude zugute kam.
Traditionsgemäß bot die Feier Labsal für die Seele in Form eines unter-haltsamen, aber auch besinnlichen Programms. Gleichzeitig erfreute sie die Gaumen der Gäste mit einer zehn Meter langen Kuchentheke, die „Café Sacher“ in Wien zur Ehre gereichen würde.
Das „Kaffeeklatschteam“ um Ursula Aurbek sowie Spenderinnen aus dem Mitgliederkreis hatten 40 köstliche Torten und Kuchen gezaubert, die höchst genussvoll von den anwesenden Gästen verspeist und entsprechend gewürdigt wurden.
Eingeleitet wurde das Programm durch das gemeinschaftlich gesungene Lied „Bald nun ist Weihnachtszeit“, auf dem Klavier begleitet von Edith Sturm.
Den weiteren Verlauf des Nachmittags gestalteten verschiedene Maintaler Sportvereine und das außergewöhnliche Hammersbacher „Nussberg-Duo“. Mit einer original-steirischen Harmonika und einer Akustikgitarre begeisterten Dr. Klaus Dörr und Hermann Stock mit ländlichen Weisen aus Österreich und Bayern.
Die „Taka-Tuka-Land“-Kindertanzgruppe der Freien Turner bezauberte mit den jüngsten Teilnehmern. Fünf Schneeflöckchen tanzten im eisigen Winterwind und der kleine Sven durfte als Nikolaus mal kurz dazwischenfunken, sehr zur Freude der amüsierten Zuschauer. Stefanie Haberle und Christine Werner hatten den Tanz mit den Drei- bis Fünfjährigen einstudiert. Belohnt wurden die Kleinen, indem sie sich aus dem Nikolaussack ein kleines Geschenk nehmen durften, ebenso wie das jüngste anwesende Mitglied der Bürgerhilfe: die fünfjährige Harmonia.
Das Durchschnittsalter der dann auftretenden Gymnastikgruppe der Turngemeinde Dörnigheim (TGD) liegt dagegen bei 70 Jahren, wie ihre Leiterin Gisela Kratz stolz verkündete, man aber kaum glauben mochte. Die sechs Damen legten, ganz in Schwarz gekleidet, mit schimmernden Kristallkugeln und silbernen Reifen ausgestattet, eine flotte Sohle aufs Parkett und ernteten dafür so stürmischen Beifall, dass sie die Darbietung noch einmal wiederholten.
Auch der Gemischte Chor „Germania“ der TGD unterhielt prächtig mit Weihnachtsliedern, unter der Leitung von Dirigentin Christa Pfeffer. Dieter Gorda übernahm den humorigen Part der Feier mit dem Vortrag von fröhlichen Weihnachtsgeschichten, zum Teil auf echt Derngemerisch, was natürlich zu großer Begeisterung im Saal beitrug.
Sabine Quint überzeugte hingegen mit besinnlichen, selbst verfassten Gedichten. „Ein bisschen Poesie“ lautete ihr etwas untertriebenes Motto. Viele nachdenkliche Mienen waren zu beobachten bei der Beschreibung der alljährlich wiederkehrenden Weihnachtsnachtshektik. Ruhe und Besinnlichkeit kehrte zum Ausklang der fröhlichen und beschwingten Adventsfeier ein, als alle Gäste noch einmal gemeinsam stimmungsvolle Weihnachtslieder sangen, begleitet von Edith Sturm.
Die Gäste verließen die Feier mit einem Lächeln im Gesicht, in Kindheitserinnerungen schwelgend und Vorfreude auf Weihnachten im Herzen. (egg)
BHM-ler besuchten Gedenkstätte "Point Alpha" und Fulda
Ausflug zur ehemalige innerdeutschen Grenze und nach Fulda

Das Interesse an der Geschichte des zweigeteilten Deutschlands ist auch heute besonders bei vielen ältere Menschen groß, vor allem weil diese die Zeit in Ost- oder Westdeutschland oder in beiden Staaten erlebt haben. Dies gab den Anstoß für die Bürgerhilfe Maintal (BHM) für ihre Mitglieder an jeweils 4 Tagen im Juni und Juli eine Reise in die jüngste Geschichte Deutschlands zu organisieren. Bei überwiegend schönem Wetter besuchten Mitglieder die Gedenkstätte "Point Alpha" bei Rasdorf in der Rhön, ein unvergleichliches Zeitzeugnis der jüngeren Geschichte unseres Landes. Viele Jahrzehnte standen sich hier Nato und der Warschauer Pakt am heißesten Punkt des Kalten Krieges Auge in Auge gegenüber. Eine vorher vereinbarte Führung dort stand auf dem Programm und stieß auf reges Interesse.
Die markanten Punkte der Führungen waren:
- Der Besuch eines Hauses auf der Grenze mit Dauerausstellung zum unmenschlichen Grenzregime der DDR, aus der Sicht der Bevölkerung.
- Circa 700 Meter Mustergrenze.
- Besichtigung des Geländes des ehemaligen US-Camps, ebenfalls mit sehr interessanter Dauerausstellung.
Nicht zuletzt die einzelnen Gästeführer mit Ihren eigenen Erlebnissen machten Geschichte sichtbar, erlebbar und begreifbar. Im ehemaligen US-Camp ließen sich BHM-ler das Mittagessen mit besten Rhöner Grillspezialitäten schmecken. Dann ging es weiter nach Fulda zur Besichtigung der historischen Räume im dortigen Schloss und dem herrlichen Schlossgarten. Es war auch Zeit zum Bummeln, Dombesuch oder Kaffe zu trinken. Im Hohmanns Brauhaus besuchte die Gruppe dann ein kurzweiliges Bierbrauerseminar mit Probeausschank mit anschließendem Abendessen, Speisen aus der Brauereiküche.
Gegen 21 Uhr kehrte man zufrieden nach Maintal zurück. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrten freuen sich schon auf die Ausflüge im nächsten Jahr, die wieder mit einem so interessanten Programm aufwarten werden.
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